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Dünger

Der natürliche Lebenskreislauf einer Pflanze 

1. Photosynthese:

Kohlendioxid + Wasser + Licht => Traubenzucker + Sauerstoff
(Aufbau organischer Substanz aus CO2 und Wasser mit Hilfe des Lichts und des Blattgrüns

2. Atmung:
Traubenzucker + Sauerstoff => Kohlendioxid + Wasser + Energie

3. Abbau organischer Substanz durch Bodenlebewesen

4. Mineralisierung

5. Aufnahme der in Wasser gelösten Mehrsalze durch die Wurzeln

 

Ist Düngen notwendig?

In einem natürlichen Lebenskreislauf benötigt die Pflanze keine zusätzliche Düngung.

Durch das Eingreifen des Menschen (Ertragssteigerung, optischer Blickfang usw.) hat die gewünschte Pflanze Ihren natürlichen Lebenskreislauf verloren. Er wurde regelrecht unterbrochen. Um nun der Pflanze die notwendigen Lebensbausteine zu geben erfordert es einer entsprechenden Düngung. Nicht jeder Boden enthält die richtigen Nährstoffe für die jeweilige Pflanze. Deshalb erhalten Sie auch in den Fachgeschäften fast  für jede Pflanze einen entsprechenden Dünger.

 



Wie viel Dünger ist notwendig?

Das Minimumgesetz

Jeder  von uns hat den Namen Justus von Liebig schon einmal gehört. Er war im 19. Jahrhundert ein Professor in Gießen und hat die Leitformel  für alle Profi- und Hobbygärtner aufgestellt: 

"Die Höhe des Ertrages einer Pflanze ist von dem Nährstoff  abhängig, der den Pflanzen in geringster Menge zur Verfügung steht."

 

Dieses Minimumgesetz trifft auch auf die Wachstumsfaktoren wie Licht, Wasser, Temperatur, Bodenbeschaffenheit usw. zu. Wenn Ihre Pflanze mit allen Faktoren optimal versorgt wird, bis auf einen Faktor, reagiert sie mit verminderten Ertrag, Blütenarmut oder schwacher Widerstandskraft.

 

Bei falscher Anwendung und Überdosierung vom Düngen besteht vor allem bei mineralischen Düngern die Gefahr der sogenannten Nährstoffauswaschung. Deshalb gilt es bei jedem Düngevorgang die Dosierhinweise und den Dosierzeitpunkt zu beachten. Lassen Sie eine Bodenprobe nehmen und analysieren.

Eine Bodenanalyse inklusive Düngeempfehlung können Sie bei uns in Auftrag geben.

Download als pdf-Datei:
Entnahmeanleitung und Formular Untersuchungsauftrag


Wie nimmt die Pflanze den Nährstoff auf?

Pflanzen nehmen die benötigten Nährstoffe hauptsächlich über Ihre Wurzeln auf. Nur ein ganz geringer Teil kann über Ihre Blätter verarbeitet werden. Mikroorganismen im Boden sorgen für eine Umwandlung von organischer in mineralische Form (auch als Mineralsalz bezeichnet). Bei organischen Düngern, wie z. B. Hornspänen werden an Kohlenstoff gebundene Moleküle von der Pflanze aufgenommen.

 

Die Bedeutung von N-P-K + Spurennährstoff?

Begriffserklärung

 

Welche Möglichkeiten habe ich zu düngen?

(Dünger gibt es im Handel in gemahlener (pulverig), granulierter oder flüssiger Form)

Es gibt 3 Arten von Dünger 

mineralischen Feststoffdünger: meist synthetisch oder chemisch hergestellt ( wird selten auch Untertage oder im Bergbau gewonnen).

Eigenschaften: rasche Verfügbarkeit der Nährstoffe - Mangelerscheinungen werden schnell beseitigt; sehr konzentrierte, spezifische Düngung möglich; geruchsarm; granuliert; Langzeitdünger sind umhüllte Spezial-Depotdünger für eine einfache und sichere Düngung. Bekannte Mineraldünger sind z.B. Blaukorn, Bittersalz oder Langzeitdüngeperlen.

organischer Dünger: meist tierischen oder pflanzlichen Ursprungs

Eigenschaften: Langzeitdünger - Nährstoffe werden langsam freigesetzt; bedarfsgerechte Freisetzung im Einklang mit den Wachstumsbedingungen; geringe Auswaschungsgefahr; durch humusbildende Anteile Verbesserung der Bodenqualität;

Bekannte organische Dünger sind z.B. Hornmehl, Hornspäne, Rinderdung, Blutmehl, Guano. Zuschlagstoffe bzw. ein bestimmter Anteil aus organisch-mineralischem Dünger sind: Harnstoff, Traubenkernmehl, Kakaoschalen oder Hühnerdung.

organisch-mineralischer Dünger: 

sämtliche Vorteile von den mineralischen und organischen Düngern sind hier vereinigt; Mangelsymptome werden rasch beseitigt; Düngung wirkt nachhaltig, mild und lang anhaltend; Bodenverbesserung durch den Gehalt an organischen Substanzen sichert dauerhaft gute Erträge und eine gesunde Bodenfruchtbarkeit; es werden die gleichen Qualitätsrohstoffe verwendet, somit  kann auf die spezifischen Erfordernisse der unterschiedlichsten Kulturen abgestimmt werden; organisch-mineralische Dünger sind sogenannten Mischdünger. 

 

Wann dünge ich was?

ein Klick zum Düngekalender

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