Rasen
Der Rasenteppich
Ein
Rasenteppich besteht immer aus mehreren Sorten von Gräsern. Sie
gehören alle zu der Familie der
Süßgräser (Poaceae). Diese Gräser haben die Eigenschaft,
durch einzelne Zellteilungen sich im Boden ständig zu vermehren
(Meristem). Je nach Rasensorte erreichen Sie, den für den Menschen
gewünschten Effekt und verbinden mit einem sattgrünen Teppich
einzelne Bereiche im Garten
Rasensorten, Rasentypen und Gräserarten
RSM - Regel-Saatgut-Mischungen
Beim
Kauf Ihrer Rasensamen werden Sie auf vielen Verpackungen die
Abkürzung RSM finden. Die FLL e.V. (Forschungsgesellschaft
Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.) stellt ein Regelwerk für
Saatgut-mischungen auf, bei dem die Qualität, Zusammen-setzung, Art,
Sorteneignung und Anwendungszweck auf DIN 18918 und 18035 festgelegt
und gesichert wird. So erhalten Sie für jeden speziellen Rasen die
richtige Mischung nach den entsprechenden Normen.
Zierrasen: RSM 1.1; Gebrauchsrasen RSM 2.0-
2.4; Sportrasen;3.1-3.2; Landschaftsrasen 7.1-7.4.
Die Entstehung des Rasenteppichs
Gräser brauchen einen lockeren, durchlüfteten Boden. Deshalb ist es sinnvoll von Ihrem Gartenboden eine Analyse in ein Labor zu senden. Achten Sie auf den pH-Wert. Ist dieser unter 5,5 muss aufgekalkt und über 7 muss dann Torf mit eingearbeitet werden. Ist Ihr Boden zu lehmhaltig, dann arbeiten Sie Sand in den Boden mit ein. Es darf sich auf der Oberfläche keine Staunässe bilden. Sollte der Boden zu sandig sein, arbeiten Sie Kompost oder Rasenerde mit ein.
Entfernen Sie von der Oberfläche alle Steine, Unkräuter, Bauschutt und Wurzelgeflechte. Verteilen Sie die Erde gleichmäßig im Garten und lockern den Boden mit einem Spaten, Grabgabel oder Motorfräse auf. Ebnen Sie den Boden und lassen Sie das Erdreich 2-3 Wochen setzen. So können Sie Unebenheiten noch ausgleichen.
Anschließend wird die
oberste Schicht feinkrümelig abgerecht. Steine und grobe Brocken
können so leichter aussortiert werden. Vor der
Aussaat bietet sich die Möglichkeit spezielle
Rasenstarterdünger auszubringen, die Nährstoffe können die Gräser
entsprechend nach verlangen aufnehmen. Der beste Aussaattermin ist
Mai, Juni und September. Hier herrscht die beste Keimtemperatur von
16 - 21°C mindestens 8°C. Mischen Sie das Saatgut kräftig durch und
geben Sie Sand zum gleichmäßigen aussäen ein. Zur Aussaat empfiehlt
es sich an windstillen Tagen einen Streuwagen zu benutzen. Fahren
Sie in 2 Gängen über Ihre Fläche. Der 2 Gang quer zur ersten
Särichtung. Anschließend den Samen leicht einharken nicht tiefer als
1 cm, oder walzen Sie diesen fest.
Jetzt
ist es wichtig, den Boden nicht austrocknen zu lassen.
Bewässern Sie Ihre zukünftige
Rasenfläche, denn Gräser benötigen viel Wasser 5-10l/qm pro Wassergabe. Der Boden muss ca. 6 Wochen lang feucht gehalten
werden. Lieber alle paar Tage durchdringend und bis in den
Wurzelraum als tägl. und nur kurz bestäubt. Aber niemals den Boden
austrocknen lassen.
Wenn
der Rasen etwa Handhoch gewachsen ist ca. 10 cm erfolgt ein
wichtiger Schnitt auf ca. 5 cm Länge.
Ein sog. Schröpfschnitt. Da Unkräuter schneller zum Blühen kommen
als die Gräser, werden die unerwünschten Pflanzen zurückgedrängt.
Außerdem vertragen nur robuste Grasarten den ersten Schnitt. Je
öfters dass Sie den Rasen schneiden, um so dichter wird dieser
werden. Empfohlen wird einmal wöchentlich je nach Rasensorte, am
Vormittag oder am späten Nachmittag. Achten Sie bei Ihrem Rasenmäher
auf ein scharfes Messer, so werden die jungen Gräser nicht
herausgerissen. Im Hochsommer bei Temperaturen um die 30° darf der
Rasen nicht zu kurz geschnitten werden, da dieser sonst
Verbrennungen erleidet. Hier lassen Sie Ihn lieber Wachsen.
Rasenschnittgut
Lasen
Sie das Schnittgut nicht im Rasen liegen, auch wenn hier die
Meinungen auseinander gehen und die biologische Aktivität des
Bodens mobilisiert wird. Sicher ist, dass die Gräser zu wenig
Licht bekommen und sich Nässe ansammelt. Ein leichtes Spiel für
Moos und Rasenfilz sich zu vermehren. Eher empfehle ich, das
Schnittgut zum Mulchen unter Bäumen und Sträucher zu verwenden.
Auf dem Kompost nur zwischen Ästen und trockenes Schnittgut
werfen.Rasen düngen
Ein normaler belasteter Rasen
benötigt pro qm in einem Jahr ca. 10-20 g Stickstoff, 5-10 g
Phosphat und 10-20g Kalium, so wie ca. 2 g Magnesium und andere
wichtige Spurenelemente wie Eisen und Calcium. Mehrere Düngergaben
sind für den Rasen am Besten. Ein Rasen benötigt 3 Düngegaben je
nach Witterung im März, Juni, September. Pro qm benötigt man je nach
Dünger 30-100g. Das gleichmäßige Ausbringen des Düngers ist genauso
wichtig, wie die Zeit. Erst 2-3 Tagen nach dem Rasenschnitt den
Dünger ausbringen. Danach den Rasen gut einwässern. Nehmen Sie zum
Düngen nur speziellen Rasendünger. Es gibt im Handel Rasendünger die
mooshemend sind, Unkraut verdrängt und Langzeitrasendünger. Hat Ihr
Rasendünger Eisen als Inhaltsstoff, ist es wichtig
nach dem Ausbringen Ihre Steinplatten, Wege,
Mauern usw. von Düngerresten abzukehren, da diese Rostflecken
verursachen können. Auch Tiere sollten Sie erst nach dem
eindringlichen Wässern und nach ein paar Tagen Wartezeit auf die
Rasenfläche lassen. Da diese den Dünger in Ihrer Wohnung, Terrasse
oder Hof verteilen können. Sollten dennoch Flecken entstehen, können
Sie diese mit Zitronensäure dem chemischen Mittel ILKA SZ entfernen.
Im September sollte Ihr Rasen eine letzte Düngung mit einem
speziellen Herbstrasendüngererhalten. Diese sind in der
Zusammensetzung kalireich. Somit werden die Zellen der Gräser
gestärkt, gefestigt und widerstandsfähig für die kalten, frostigen
Herbst- und Wintermonate.
Rasenerneuerung und Kalk
Im Mai, August oder September bietet
es sich am Besten an, seinen Rasen zu erneuern. Mähen Sie dazu Ihren
Rasen sehr kurz. Vertikutieren Sie Ihn gründlich, am besten
mehrmals. Das 1. Mal Vertikutieren können Sie auch schon im Frühjahr
vornehmen, genauso wie den Rasen mit Garten- oder Rasenkalk zu
behandeln. Kalken Sie bei sommerlichen Temperaturen nur in der Früh
oder Abends, anschließend den Rasen gut wässern. Stechen Sie das
Unkraut aus. Den Boden nun leicht aufharken und je nach Bodentyp
Sand und einen Starterdünger mit einarbeiten. Anschließend können
Sie die Grassamen mit einem Streuwagen ausbringen (20-30g/m²
Saatgut). Es empfiehlt sich ein Substrat ohne Dünger zum Abdecken
der Grassamen zu verwenden (max. 1cm dicke). So erhalten die Samen
gleich einen Kontakt zum Boden. Danach ist eine ausreichende
Bewässerung für den Keimerfolg wichtig. Nach ca. 3 Wochen dürften
Sie wieder einen schönen Rasen haben. Im Fachhandel gibt es
spezielle Rasenerneuerungen. Der Inhalt dieser Packung besteht
meistens aus dem entsprechenden, Schnellkeimenden Saatgut und gleich
einen Starterdünger.
Unkraut, Moos, Filz und Pilzkrankheiten

